Pflanzenzentrum
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Im
Gegensatz zu Mensch und Tier beschweren sich Pflanzen nicht, "nicht
lautstark", aber sie kümmern und wachsen nicht. Doch wer sich etwas mit
der Natur beschäftigt, wird bald
erkennen, dass nach Einhalten einiger Grundregeln unsere "Freunde im
Garten" bald sehr gesund aussehen.
Womit
ist Gesundheit zu erreichen ?
»
ein gesundes Blatt bzw. gesunde Nadeln!
»
der richtige Standort !
»
gute Bodenvorbereitung !
»
das Pflanzloch muss
passen !
»
ausreichend aber nicht zuviel Wasser !
»
eine gute Nährstoffversorgung !
»
kein Schädlingsbefall !
»
der richtige Rückschnitt !
Blätter
bzw. Nadeln zeigen uns durch Veränderungen fast immer, woran es mangelt oder
welche Störung vorliegt
!
Zumeist
liegt es an einem der folgenden Punkte. Hierzu ein paar Tipps:
1.
Über
den richtigen Standort sollten Sie
sich vom Fachmann beraten lassen .
Man
unterscheidet zwischen sonnig, halbschattig und schattig, zwischen
Einzelstellung und Pflanzengemeinschaft .
Auch
Bodenbedingungen sind zu berücksichtigen, wie pH-Wert und Bodenart ( Sand
,Lehm, Ton).
2.
Die
Bodenvorbereitung entscheidet über die weitere Entwicklung der Pflanze!
Bei Neubauten ist eine Tiefenlockerung wichtig. Diese ist entweder großflächig maschinell vorzunehmen oder zumindest sollte das Pflanzloch runde 60 cm tief gelockert sein. Bodenverdichtungen führen zu Staunässe, die im Herbst und Winter das Versickern von Überschusswasser und im Sommer das Aufsteigen von Grundwasser verhindert. Außerdem könnten sich die Wurzeln nicht in die Tiefe ausbreiten , da zum einen der Boden zu hart ist und zum anderen Staunässe die Wurzel absterben lässt. Außerdem ist der Luftaustausch im Boden so gut wie unterbunden. Das Absterben der Wurzel, die nicht mehr atmen kann und der Bodenlebewesen, die wir dringend brauchen, um Nährstoffe aufzuschließen, ist das Ergebnis mangelnder Bodenvorbereitung. Im Frühjahr zu erkennen an gärig stinkender Erde, im Sommer durch harte Verkrustung. Der Boden muss durch Hacken belüftet bzw. gelockert werden.
3.
Für
die richtige Pflanzlochgröße gibt
es eine Faustregel !
Das Pflanzloch sollte etwa doppelt so breit und mindestens doppelt so tief gelockert sein wie die Ausmaße des Wurzelballens vorgeben. Bei Großgehölzen oder wurzelnackten Pflanzen sollten mindestens zwei Spatenbreiten Abstand zwischen Grubenrand und Wurzel bzw. Wurzelballen liegen. Etwas Humus wird, vermischt mit Erde, ins Pflanzloch eingebracht. Die Wurzel darf nicht höher oder tiefer mit Erde bedeckt sein als vorher in der Baumschule. Die Pflanze muss an ihrem neuen Standort gut festgetreten werden.
4.
Die
richtige Wassermenge
erkennt
der Hobbygärtner am besten, indem er mit den Fingern in etwa 10 bis 15 cm Tiefe
prüft, ob der Wurzelbereich nass oder trocken ist. Nicht spritzen, sondern gießen
ist richtig. Je nach Witterung und Größe der
Pflanze sollte ein Gießrand ein - oder mehrmals nur alle paar Tage gefüllt
werden, um Überwässern (Staunässe) zu vermeiden. Auch bei automatischen Bewässerungsanlagen
ist Vorsicht geboten – wenn der Rasen schön feucht ist, heißt das nicht, dass
auch für Sträucher und Bäume ausreichend Wasser vorhanden ist. Im Extremfall
(bei anhaltender Trockenheit) können Pflanzen nachhaltig geschädigt werden, da
durch mangelnde Transpiration auch das Pflanzliche Eiweiß bei ca.42,5 C°gerinnt
(Hitzschlag) und abstirbt. Mit Rindenmulch abgedeckte Pflanzen sollten
gleichermaßen kontrolliert werden, denn nur die Bodenverdunstung wird dadurch
etwas reduziert.
5.
Eine
ausgewogene Nährstoffversorgung
erreichen
wir durch Mehrnährstoff – Dünger, die N=
Stickstoff / P= Phosphor / K= Kali / Mg=
Magnesium / Fe= Eisen und Spurenelemente enthalten. Kalk bei Bedarf im Winter
ausbringen. Sind die Pflanzen wüchsig, d.h. die Blätter bzw. Nadeln normal groß
und farbintensiv, Blüten und Früchte artgemäß, so reicht eine Erhaltungsdüngung,
am besten mit organisch–mineralischen Düngern. Über Ausnahmen, wie
Moorbeetpflanzen, die überwiegend saure Böden verlangen, lässt man sich am
besten in der Baumschule beraten. In Problemfällen sollte eine Bodenanalyse
gemacht werden.
6.
Die
im Hausgarten häufigsten Schädlinge
sind
Blatt und Nadel befallende Läuse, die allerdings gut sichtbar und leicht zu bekämpfen
sind. Auch Mehltau, Rost, Schorf, Pilze lassen sich vorbeugend bekämpfen. Hier
gibt Ihnen Ihre Baumschule gerne Auskunft. Fachgerechte Schädlingsbekämpfung
muss sein, wenn eine zügige und gute Entwicklung der Pflanzen erwartet wird.
7.
Den
richtigen Rückschnitt,
bei
Neupflanzung führen wir für Sie in der Baumschule durch. Sträucher sollten jährlich
verjüngt werden. Hochstämmige Zier- und Obstbäume brauchen wenig
Schnittpflege. Hingegen müssen Obstbäume auf schwachen Unterlagen regelmäßig
geschnitten werden, am besten im Herbst nach dem Blattfall. Formschnitt, Gehölze
und Formhecken sollten je nach Zuwachs mehrmals jährlich formiert werden. Bei
Rosen, Kiwi und anderen empfindlichen Pflanzen sollte man das Frühjahr
abwarten. Auch hierzu gibt Ihnen Ihre Baumschule gerne Auskunft.